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Leserbrief von Rainer Bösen (Igel), Volksfreund 20.05.2017 – Rubrik Leserland

Ich lese, dass der Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster vor Wut über die Landesregierung schäumt, weil diese aus Mangel an Straßenbauingenieuren nicht in der Lage ist, sein über Jahr-zehnte favorisiertes Wunschprojekt "Moselaufstieg", unverzüglich umzusetzen. Herr Kaster sollte sich doch bitte an den zweimaligen Wunsch und das kostenlose Angebot der luxemburgischen Regierung erinnern, für Deutschland eine Brücke über den Merterter Hafen zu erstellen. Waren es nicht er und die hiesigen CDU-Größen, welche über die Bundesregierung das Angebot Luxemburgs ablehnten? Sehr zum Leid der Pendler aus dem Konz-Saarburger Raum und der Bürger der Gemeinde Temmels sowie der Stadt Grevenmacher. Für die Pendler wäre der Weg über den Hafen Mertert circa sechs Kilometer kürzer zu ihrem Arbeitsplatz in Luxemburg als über den Moselaufstieg und für Temmels und Grevenmacher eine deutliche Entlastung von dem Durchgangsverkehr. Eine Machbarkeitsstudie wurde von Rheinland-Pfalz zu diesem Projekt in Auftrag gegeben und auch erstellt. Wurde diese Machbarkeitsstudie auch veröffentlicht?

 

Ein bilateraler Vertrag zwischen Luxemburg und Deutschland genügt für den Brückenbau. Kein raumordnerischer Entscheid, keine Einstellung des Projekts in den Bundesverkehrswegeplan ist hierfür erforderlich.

 

Ohne diese Blockadehaltung könnte diese Brücke bereits seit einem Jahrzehnt dem Verkehr zur Verfügung stehen und wesentlich zur Verkehrsentlastung beitragen. Entstand hierdurch nicht ein hoher wirtschaftlicher Schaden und ein weiterer Vertrauensverlust an die Glaubwürdigkeit unserer Politiker?

 

Rainer Bösen

Igel